Moderne Technik macht es möglich: Das Haus und insbesondere zentrale Räume wie das Wohnzimmer lassen sich mittlerweile vom Handy bzw. dem Smartphone aus überwachen und auch steuern. Man kann aus der Ferne Licht und die elektrischen Geräte aktivieren oder auch deaktivieren, die Heizung regeln und wird informiert, falls es Bewegungen gibt, die dort eigentlich nicht sein sollten.

Mittlerweile ist auch die Einrichtung solcher Systeme kein großes Problem mehr. Anbieter wie RWE oder die Telekom bieten komplette Smart-Home* Bundles für verschiedene Einsatzzwecke zu vergleichsweise geringen Kosten an.

Energie sparen durch Smart Home

Brennt zu Hause das Licht noch oder hat man vergessen, im Wohnzimmer den Fernseher abzuschalten? Per Smart Home Systemen sind beide Frage relativ einfach zu beantworten, denn mit einer Überwachung der Steckdosen und Schalter im Wohnzimmer kann man von außen kontrollieren, welche Systeme noch aktiv sind und wo Energie fließt. Man kann sogar eingreifen, wenn es Probleme geben sollte und beispielsweise bestimmte Steckdosen deaktivieren.

Die Nachrüstung ist allerdings nicht ganz billig. Beispielsweise kostet bei der Telekom (unter https://www.smarthome.de) ein Zwischenstecker knapp 40 Euro, ein Dimmer für Lampen sogar 60 Euro. Die Basisstation (Steuerzentrale) schlägt dabei nochmal mit 120 Euro zu Buche. Für ein normales Wohnzimmer mit mehreren Steckdosen kommen so einige hundert Euro zusammen.

Dazu ist für die Fernsteuerung ein passendes Smartphone samt App notwendig. Die App selbst ist bei der Telekom kostenfrei, der Traffic aber nicht. Bei den meisten modernen Handy Allnet Flatrates sind Internet-Flatrates mit dabei, bei anderen Tarifen und insbesondere im Prepaidbereich muss man diese aber separat buchen. Dadurch können zusätzliche Kosten entstehen, die man auf jeden Fall beachten sollte.

Die Heizung steuern mit dem Handy

Wie bei den Steckdosen lassen sich auch Heizkörper aus der Ferne* per App steuern. Dazu müssen die normalen Thermostate an Heizkörpern mit speziellen steuerbaren Varianten nachgerüstet werden. Auch hier entstehen wieder Kosten, pro Thermostat muss man beispielsweise bei RWE mit etwa 50 Euro rechnen (www.rwe-smarthome.de).

Damit kann man dann aber auch die Anlage komplett die Steuerung der Heizung übernehmen lassen. Es wird nur noch eingestellt, welche Temperatur zu welcher Tageszeit vorhanden sein soll und das System steuert die Heizkörper selbst auf die passenden Werte.

Die Lüftung muss man leider nach wie vor selbst vornehmen, es gibt derzeit noch keine einfachen Systeme um die Fenster selbstständig öffnen und schließen zu lassen.

Mehr Sicherheit durch vernetzte Sicherheitssysteme

Neben Einsparung gibt es auch die Möglichkeit, die Räume deutlich besser abzusichern. Beispielsweise bietet Mobilcom-Debitel ein Sicherheitspaket, mit Rauchmelder, Videokamera, Innenraum-Sirene, Wassermelder und Öffnungsmelder für Fenster und Türen.

Damit kann man sich bei verdächtigen Bewegungen im Wohnzimmer alarmieren lassen und über die Kamera auch nachsehen, ob es nur die Katze war oder wirklich ein Einbruch vorliegt. Auch andere Gefahren wie Feuer oder Überflutung werden durch die Sensoren abgedeckt.

Natürlich gibt es auch diese Komponenten nicht für umsonst. Das Basis Sicherheitspaket kostet immerhin 99 Euro und hat dazu eine monatliche Grundgebühr von knapp 20 Euro. Das ist billiger als normale Sicherheitsanlagen und lohnt sich vor allem, wenn man neben den Sicherheitskomponenten noch andere Systeme (wie Thermostate oder Steckdosenregler) nutzt.

Für die Zukunft ist die Entwicklung in diesem Bereich noch lange nicht abgeschlossen. Es kommen immer neue Lösungen auf den Markt, mit denen sich das Wohnzimmer im Speziellen und die Wohnung allgemein aus der Ferne überwachen und steuern lassen. Wahrscheinlich werden die Preise für die Komponenten auch noch weiter sinken, wenn die Technik immer mehr Verbreitung erfährt. Bisher sollte man auf jeden Fall genau nachrechen, ob und wann sich der Einsatz lohnt, richtige Einspareffekte gibt es in der Regel erst nach mehreren Jahren.

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